Freitag, 11. Juli 2014

Ich trenne mich von meinem heiß geliebten Milan!

Nach reichlicher Überlegung hab ich mich entschlossen mein Milan zu verkaufen. Dazu haben mich mehrere  Gründe gewogen:
Der Milan ist doch ein Fahrzeug,  an dem man mehrere weniger oft etwas bauen muss, rumschrauben muss,  verändern muss. Ich bin aber kein Schrauber und handwerklich bin ich auch nicht besonders geschickt. Wenn ich ein Fahrzeug habe, dann möchte ich,  dass es von funktioniert. Ich möchte einsteigen und losfahren ohne etwas zu bauen oder zu verändern.  Positiv ist am Milan, dass er  tatsächlich unglaublich schnell ist.
Bei meinem Arbeitsweg habe  ich aber bemerkt,  dass der eine Geschwindigkeitsvorteil des Milan gegenüber meinem Trike nicht so unglaublich ist, wie ich gedacht habe. Gegenüber meinem Trike, dass ich mir gekauft haben beträgt der Vorteil nur eine halbe Stunde. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich ein ganzes Stück in der Stadt fahren muss. Und mein Trike ist einfach viel universeller einsetzbar.

Schweren Herzens habe ich mich nun entschlossen mein Fuhrpark zu verkleinern. Kurzgeschlossen habe ich am Mittwoch den Milan eingestellt und tatsächlich hat sie auch schon ein Käufer gefunden mit dem ich einig geworden  bin.
Der Milan wird zukünftig in Thüringen seine Runden drehen und ich wünsche dem Käufer allzeit Zeit gute Fahrt und immer eine handbreit Luft Zwischen Fußbeulen und Straße.


Sonntag, 15. Juni 2014

Tollenseseelauf - der Härteste im Norden

Einmal um den Tollensesee - wie immer in Barfußschuhen. Das Profil ist sehr anspruchsvoll. Gerade deswegen bin ich mit meinem Ergebnis 3.43 h und Platz 9 in der Altersklasse zufrieden. Landschaft und Wetter waren ideal. Ich kann den Lauf nur empfehlen.

Freitag, 2. Mai 2014

300 km Non Stop durch Brandenburg - das Brevet

Am 12. April lud die ARA Berlin-Brandenburg zum 300er Brevet. Start war um 07.00 Uhr. Das Wetter versprach sehr gut zu werden. Ich hatte mich rechtzeitig um einen Schlafplatz im Hostel gekümmert. Sehr gut geschlafen habe ich nicht. Wenn es doch auch nur 4 fremde Menschen sind, mit denen man in einem Zimmer schläft, so ist doch so viel Bewegung, das an einen Schlaf wie zu Hause im eigenen Bett nicht zu denken ist.
Kurz vor 06.00 Uhr raus aus den Federn und zum Frühstück. Anders als beim 200er (Darüber schreib ich noch was) wollte ich dieses Mal mit dem Milan starten.
Er sieht zwar inzwischen außen etwas ramponiert aus aber er ist voll funktionstüchtig. Ich hatte auch alle Reifen komplett gewechselt. Vor sind jetzt Durano Plus du hinten Marathon Racer drauf. Hat sich schon auf der Fahrt zu Arbeit bewährt.

Start war pünktlich um 07.00 Uhr. Ich hatte mir vorgenommen es wie beim 200er zu machen. Kein Rennen sondern ruhig und locker fahren und das möglichst gleichmäßig. Gleich nach dem Start stellte ich fest, dass mein Navi nichts sagte. Ursache: bei aufgeladenen Tracks gibt keine Sprachnavigation. Mist, also so fahren! Zum Glück war ich die Strecke schon mal gefahren und kannte mich halbwegs aus. Ansonsten musste ich eben anhalten und nachsehen. Das kostet aber jedes Mal unnütz Zeit. Los ging's von der Waldenser Str. über Pankow und die B 96a Richtung Liebenwalde. Das sind die Straßen  auf denen ein Velomobil wie der Milan seine ganze Stärke ausspielen kann - flach, teilweise sogar abschüssig und guter Asphalt. Die Duranos sind relativ hoch, so dass der Milan auch bei Unebenheiten relativ wenig aufsetzte.
Auf dem Weg nach Liebenwalde flog ich förmlich an einigen Gruppen von Rennradfahrern vorbei. Was nicht unbedingt etwas bedeutet, denn an anderer Stelle sind Rennräder wieder deutlich im Vorteil, so dass sich der Geschwindigkeitsvorteil in der Ebene wieder größtenteils ausgleicht.
Nach Liebenwalde ging's am Kanal entlang bis nach Zedenick zu Araltankstelle. Hier gabs den ersten Stempel.
Dann ging's gleich weiter. Entgegen dem Track folgte ich nicht dm Radweg Berlin-Kopenhagen sondern nahm die Landstraße über Ribbek und Zabelsdorf. Über Tornow, Blumenow und. Bredereiche erreichte ich Fürstenberg. Von hier verlief der Track über Nebenstraßen und immer durch traumhafte Landschaften nach Mirow. Hier gab es an der Tankstelle dann den zweiten Stempel.  Hier war ich 12.39 Uhr. Das riesige Zeitpolster auf die Maximalzeit war bei den Straßen und dem Milan als Fortbewegungsmittel zu erwarten. Also locker weiter in Richtung der dritten Kontrollstelle. Hier war wieder das Kaffee Piccolino Kontrollstelle. Aufgrund der Zeit und weil die der Service so nett war, bestellte ich eine leckere schwäbische Hochzeitsuppe. Dann ging's gleich weiter zur nächsten Kontrollstelle, die in diesem Jahr auf eine Kontrollfrage reduziert war. Leider hab ich mich auf dem Weg nach Quadenschönfeld. Ein wenig verfahren. Richtig gut funktionierte die Navigation mit meinem Fahrrad-Navi nicht. Ein paar mal wollte mich das Navi unfahrbare Wege entlang schicken. Aber schließlich fand ich den Weg doch und konnte die Kontrollfrage, welche Farbe der Wagon davor hat, beantworten. -Grün-
Dann wurden die Straßen wieder besser, es ging Richtung Lychen. Um 18.30 Uhr war ich an der letzten Kontrollstelle vor dem Ziel - Templin.
Der Rückweg nach Berlin, es wurde langsam dunkel, war wieder leicht. Zedenick - Liebenwalde-Zehlendorf-Wensickendorf-Mühlenbeck. Zwischendurch musste ich noch mal anhalten, um etwas zu essen. Schließlich muss der Motor auch versorgt werden.
Um 21.47 Uhr war ich wieder im Hostel. Meine Strategie war aufgegangen. Ich fühlte mich gut und war nicht am Limit gefahren. So konnte ich die Fahrt genießen und auch ein paar Eindrücke mitnehmen ohne wie ein Verrückter auf Zeit zu fahren.
Ich ließ Dan Abend mit ein paar Bier und netten Gesprächen ausklingen und.  

Freu mich auf den 400er!

Dienstag, 28. Januar 2014

Wintertour mit dem Trike

B

Am 28.01.14 hatte es mich gepackt. Es sollte die erste richtige Ausfahrt im neuen Jahr sein. 

Ausgangspunkt war Groß Schönebeck. Von dort ging es nach Eichorst, dann am Werbellinsee entlang nach Joachimstal.

Von dort ging es nach Angermünde. Hier war eine kleine Pause fällig. Es war aber schwer etwas Nettes zum Einkehren zu finden. Angermünde ist leider wie viele kleine Städte im Osten heruntergekommen. Es gibt nur zwei Arten von Geschäften reichlich: Versicherungsvertretungen und Handyläden.

- blühende Landschaften -


Ich habe dann doch noch wenigstens einen Bäcker gefunden, der einen Imbiss anbieten konnte. Dann ginge es weiter über die B 2 Richtung Eberswalde.

Ein seltender Anblick erwartete mich auf meinem Weg. 

Hier: Hervorreagend geräumter Radweg zwischen Chorin und Eberswalde.

Über Eberswalde ging es dann wieder Richtung Heimat. Gegen 15.30 Uhr war ich dann wieder zu Hause.

Das waren dann so an die 100 km. Weniger als ich mal ursprünglich vorgenommen hatte aber in anbetracht der Wetterverhältnisse immer noch OK.

Spaß gemacht hat es jedenfalls.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Umsattlen auf ICE Sprint

Nun ist es schon wieder passiert. Ich hatte einen Unfall mit dem Milan. Es ist nichts weiter passiert aber dieser neuerliche Unfall hat mir die Grenzen dieses an sich tollen Fahrzeugs aufgezeigt.



Es hatte etwas geregnet und ich musste eine Straße entlangfahren, wo rechts Fahrzeuge parkten und in der Mitte Straßenbahnschienen verliefen. Bei dem Versuch in die Mitte der Schienen zu fahren geriet ich mit dem hinteren (Antriebs-) Rad in die Schiene. Durch die Feuchtigkeit rutschte es auf der Schiene. So stellte sich das Velomobil quer zur Fahrtrichtung und kippte schließlich. Zum Glück ist außer ein paar Schrammen nichts passiert.

Nachdem ich den Milan jetzt ausgiebig gefahren bin, habe ich für mich entschieden, dass er mir nicht alltagstauglich genug ist. Ja, er ist sehr schnell. 50-60 km/h in der Ebene je nach Fahrer sind keine Schwierigkeit. Aber sobald eine Kante zu überwinden ist, die höher als 5-6 cm ist, muss ich ausstiegen und den Milan herüberheben. Ich kann keine Radwege benutzen, muss also wie mit einem Kraftfahrzeug fahren, mit allen Nachteilen z.B. im Stau stehen.
Ich habe auch festgestellt, dass ich selbst bei kalten Temperaturen schwitze. Je wärmer es ist, desto unangenehmer wird der Effekt. Im Innenraum bildet sich Kondenswasser und im Sommer tropft der Schweiß von den Ellenbogen und bildet im Innenraum eine  Pfütze. Ich kommen mir im Inneren sehr eingepfercht vor. Die Freiheit, die ich beim Fahrradfahren genießen möchte, habe ich so nicht. Dafür friere ich nicht.
Man kann zwar etwas Gepäck im Heck mitnehmen aber das ist bei längeren Touren nicht ausreichend.

Deshalb werde ich den Milan verkaufen, wenn sich ein vernünftiger Käufer dafür findet.

Als Alternative habe ich mir ein ICE Sprint zugelegt. Dieses und mein Liegerad "Flux" sollten dann völlig ausreichend sein.


Davon ein anderes Mal mehr.